Der Kleinsthof
Dank der gleichnamigen Website von Ralf & Elgin und dem Buch von Oswald Hitschfeld weiss ich endlich, in welche Schublade ich auf Grund der gewählten Lebens- und Wohnform gehöre: in die der Kleinsthöfe. Ein schöner, unverbrauchter Begriff, welcher in etwa folgendes charakterisiert:
- Ein Wohnhaus mit kleineren Ökonomiegebäuden.
- Einiges an Umschwung (wenige Hundert Quadratmeter bis einige Hektaren), auf welchem sich Bäume & Sträucher befinden können, Ackerland und Weideflächen, falls Vieh vorhanden ist, ein Nutzgarten sowie eventuell Wald.
- Die Bewirtschaftung des Landes erfolgt mehrheitlich ohne grosse Maschinen wie z.B. Traktor und dient hauptsächlich der Eigenversorgung.
- Einzelne Spezialitäten werden in kleinem Massstab lokal verkauft.
- Der Kleinsthof wird im Nebenerwerb betrieben, zusätzliches Einkommen durch externe Arbeit ist notwendig.
Im Moment zur Miete, durchaus auch auf einem Kleinsthof, sondern wir schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem eigenen Höflein. Auf Grund der eher raren Kaufobjekte im Stil von Bauernhaus mit viel Umschwung und der scheinbar grossen Nachfrage, habe ich das Gefühl, dass diese Lebensform ziemlich attraktiv für eine bestimmte Gruppe ist.
Kann es sein, dass Kleinsthöfe eine Lücke zwischen Vollerwerbs-Bauernhöfen und Golfrasen-Einfamilienhäusern schliessen? Und sind sie ein Modell für ein (neues, ursprüngliches, altbekanntes - zutreffendes bitte ankreuzen) Leben auf dem Lande? Eine Alternative zur Globalisierung?
[Update]
22.04.2009: Mit dem eigenen Kleinsthof hat es doch noch geklappt.
Kommentare
Und sind sie ein Modell für ein (neues, ursprüngliches, altbekanntes - zutreffendes bitte ankreuzen) Leben auf dem Lande?
Ich denke, für viele Leute schon. (nicht nur) Auf der Grundlage, dass man merkt, wie abhängig man doch durch die (Stadt)-Versorgung ist, und wie wenig man in (Miets-)Wohnungen machen kann, Stichwort Heizung, Energiekosten sparen.
Eine gewisse Teilautonomie ist sicherlich sehr reizvoll. Gerade auch für Leute, die schon einmal durch Unterbrechung der typischen Lebensadern (Strom / Heizung / Wasser) gemerkt haben, wie abhängig man in so einem Fall von externer Hilfe ist.
Ich könnte mir so einen "Kleinsthof" gut vorstellen ;-)
Vielleicht ja später mal, wenn die Mittel dafür da sind.
Gruß, Manuel
P.S.: Viel Glück bei der Suche wünsche ich euch!
Der Kleinsthof ist sehr attraktiv In wie weit an tatsächlich abhängig bleibt, werden wir denächst feststellen! Wir hatten letztes Jahr das Glück einen kleinen Hof zu finden.
Probierts mal in Ostdeutschland. Da gibt es nach große Flächen mit keinen Höfen.
Danke für den Tipp. Je nach dem, wie gross der Leidensdruck wird, werden wir unseren Suchkreis vielleicht bis nach Ostdeutschland erweitern.
Lass mal von Dir hören, wie es Dir auf deinem Hof ergeht.

