Noch mehr Feinstaub
Zu den Gedanken, welche ich mir zum Thema Feinstaub und Kachelöfen gemacht habe, gibt es einiges - meist widersprüchliches - hinzuzufügen:
- Frau Macho spricht sich vehement gegen Holzöfen und Cheminees aus und empfiehlt, nur noch 2-stufig verbrennende, vollautomatisierte Holzofen-Feuerungen, ausgestattet mit Feinpartikelabscheidern zu verwenden. Das Aus der traditionellen Kachelöfen.
- Der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) wehrt sich entschieden - wohl nicht ganz uneigennützig - gegen die Darstellung, dass Holzpelletheizungen haben ein Feinstaubproblem haben.
- Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bietet umfangreiche Information zum Thema Feinstaub an und unterstützt im "Positionspapier Feinstaub aus Holzfeuerungen" (PDF) die vermehrte Nutzung von Holz als Brennstoff unter der Voraussetzung, dass neue Holzöfen den neusten EU-Produktenormen entsprechen. Bestehende Öfen dürfen weiter benutzt werden.
- Der TCS dagegen vermutet in ihrem Merkblatt "Feinstaub (PM10) in der Schweiz" (PDF), dass 50% der Feinstaubbelastung importiert ist. Der Automobil-Club möchte keine Alibiübungen mehr (Tempo 80 auf Autobahnen), sondern Partikelfilter.
- Im Forum von ignoranz.ch wird das Thema kontrovers diskutiert.
- Und, oh Schreck, Feinstaub wird allgegenwärtig: im Büro wie auch in der Disco oder im Auto.
- Oder ist doch alles nur halb so schlimm?
[Update 02.03.07] Das Umweltbundesamt spricht Kachelöfen frei:
Kachel- oder Speicheröfen besitzen eine große Speichermasse aus Kacheln,Quelle: "Heizen mit Holz - Ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen" (PDF)
Zementputz, Ton, Schamotte oder Speckstein. Die große Oberfläche der Öfen
erreicht eine relativ geringe Temperatur (80 bis 130°C). Speicheröfen werden in
der Regel nur für kurze Zeit bei Volllast betrieben und geben die gespeicherte
Wärme dann über einen längeren Zeitraum an die Außenluft ab. Ein Gluthaltebetrieb
– das ist der Betrieb bei verminderter Luftzufuhr, um möglichst lange
ein Glutbett zu erhalten – ist meist nicht erforderlich. Deshalb verursachen diese
Anlagen relativ geringe Emissionen.
Kommentare
Ach ja, der Feinstaub, der hat sich ja schon fast aus der öffentlichen Debatte verabschiedet. Umso besser Deine Linkvorstellungen.
Wenn das Thema aus den Tageszeitungen verschwindet, um so besser, damit wird vielleicht der hysterische Aktivismus etwas gedämpft und wir erreichen eine sachlichere Ebene.
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