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Bio-Fummel

Ich hasse Kleider kaufen, egal ob aus dem Katalog oder vor Ort. Einmal umkleiden am Tag? Arrgh, ein Gräuel (Ausnahmen: Schnittschutzhose oder Eishockey-Ausrüstung). Ein halbes Dutzend Hosen und/oder Pullis anprobieren? Unvorstellbare Gräuel!
Trotz dieser unsäglichen Leiden hat mir die Hübschere von uns beiden zu Hause unmissverständlich nahegelegt, dass ich einen neuen Freizeitanzug (welche Freizeit?) brauche. Eigentlich unverständlich, denn der alte ist erst knappe 15 Jahre alt, löst sich nur an den Rändern auf und hat ein cooles Logo aus der RS auf dem Rücken (für Nichtschweizer hier auf deutsch erklärt).

In nachhaltig-korrekter Manier habe ich mich also auf die Suche nach ökologischer Kleidung gemacht, nach einem zeitlosen Etwas, dass mich dann hoffentlich bis Ende meines Lebens durch verregnete Sonntage in der Stube begleiten wird.

Frohgemut habe ich also ein bisschen recherchiert (macht Spass, muss man sich ja nicht umziehen für) und verschiedene Shops angeschaut (dito):
  • waschbär: Gemischtwarenladen mit wenig Auswahl im Freizeittextilbereich, dafür wird der Versand klimakompensiert.
  • WWF Shop: ebenfalls ein breites Angebot, aber nix passendes für mich.
  • Manufactum: der Premiumanbieter, immer wieder eine Augenweide, der einzige Katalog, den ich immer wieder freiwillig durchblättere. Nicht unbedingt ökologische Ware, dafür aber lokal nach altem Wissen gefertigt. Da gäbe es einen Kandidaten ...
  • Switcher: hat sich eine nachhaltige Produktion von Textilien auf die Fahne geschrieben, aber die einzige Bio-Hose schmeckt mir nicht.
  • Hess Natur: eines der am längsten existierenden Ökoversandhäuser mit schönem (gedruckten, online weniger) Katalog. Erste Wahl in diesem Fall.
Nachdem ich mich für einen leckeren Anzug bei Hess Natur entschieden habe, beginnt der Leidensweg. Bestellt: eine Jogginghosen, eine Kapuzen-Jacke. Nach zehn Tagen das grosse Anprobieren: Jacke zu klein, Hose zu büenzlig (Befund bessere Hälfte). Ok, nochmal bestellen: grössere Jacke, andere Hose. Wieder probieren: Jacke zu klein (aarrggh), Hose zu sexy (Befund des Geplagten). Alles zurück.

Zwischenbilanz: zwei Pakete sinnentleert umhergekarrt, Schmerzen verursachendes Umkleiden noch und nöcher, kein Freizeitanzug. Aber endlich einen Vorwand, dass ich mal was bei Manufactum bestellen kann ...
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Kommentare (3)  Permalink

Kommentare

mom @ 04.03.2007 16:51 CET
na ja, ich würd auch lieber bei manufaktum einkaufen - ist bestimmt edler und teurer...!
Ina @ 12.09.2007 12:56 CET
Habe herzlich gelacht. :-) Geht mir ähnlich. Vor unserem Urlaub, mußte ich noch eine Regenjacke kaufen gehen. Wir landeten dann im Laden einer Markenfirma, die sich nach einer vorherigen Recherche auch als sozial und ökologisch korrekt erwies (hoffe ich jedenfalls) und der Kauf dauerte nur 3 Minuten. Sehen, anprobieren, kaufen, bezahlen und raus. Ich war wirklich erleichtert. Der Verkäufer war sehr erstaunt und meinte dann, dass dies doch für eine Frau ein völlig untypisches Verhalten sei. Tja, so ist das manchmal. ;-)
Reto Stauss @ 12.09.2007 13:13 CET
@Ina: tatsächlich untypisch. Schlimmstes anzunehmendes Szenario: ich darf mit meiner Frau Kleider einkaufen gehen - für sie ;-). Wobei ich fairerweise sagen muss, dass sich das massiv entschäft hat.
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