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Sechs Wochen ohne

Nach rund anderthalb Monaten ohne Auto ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Was hat sich in dieser Zeit geändert? Die meisten Befürchtungen haben sich in abgaslose Luft aufgelöst. Wir erreichen jeden Ort, den wir müssen. Sicher, wir brauchen mehr Zeit, aber das führt interessanter Weise zu weniger Stress.
Ein jederzeit verfügbarer, (motorisierter) fahrbarer Untersatz kann dazu führen, dass man jedem Einfall möglichst rasch folgt. Brauch ich dies, fahre ich schnell und besorge es mir. Will ich jenes anschauen, tue ich das sofort.

Wenn Mobilität aufwändiger wird, verschwinden zwar die (vermeintlichen) Bedürfnisse nicht, aber man beginnt zu bündeln, rauszuschieben und zu streichen. Manches erledigt sich dann von selbst oder ist nicht mehr wichtig. Insgesamt ist man definitiv weniger, dafür gezielter unterwegs, was entschleunigt und entstresst.

Wir ertappen uns dafür immer mal wieder, dass wir Fahrzeiten, wie wir sie von früher mit dem Wagen kannten, mit den neuen vergleichen. Gerade von Kuhdorf zu Kuhdorf verlängert sich die Reisezeit unter Umständen um Faktoren. Darüber ständig nachzudenken bringt absolut nichts, es ist jetzt einfach so. Punkt.

Wenn man sich freiwillig einschränkt, dann muss man sich von alten Denkmustern lösen. Was nicht immer so einfach ist ...

[Update] Was auch noch entfällt, ist der Stress als aktiver Verkehrsteilnehmer. Was ich mich einst aufgeregt habe über Schleicher, Drängler, Staus ... jetzt lass ich mich fahren und kann lesen oder schreiben dabei.
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Kommentare (4)  Permalink

Kommentare

mousseman @ 01.03.2007 00:12 CET
Wer Zeit und Musse hat, braucht effektiv keinen fahrbaren Untersatz.

Und wer den Zeitverlust durch Automangel mal rechnet, sollte auch seinen Stundenlohn rechnen - und macht manchmal ueberraschende Entdeckungen - und zwar naemlich die, dass ein Auto billiger ist als die vergeudete Zeit durch Warten, langsame OeV und den Abopreis.

Das ist der gleiche Grund, wieso einige Leute ihre gewaschenen Hemden fuer 3.- das Stueck zum Buegeln geben, oder fertig geruesteten Salat kaufen.

Ich fuer meinen Teil bin aufgrund unregelmaessiger Arbeitszeiten auf ein Auto angewiesen.

Ansonsten, es ist immer das Gleiche: Zeit ist Geld.
Reto Stauss @ 01.03.2007 09:06 CET
Keine Frage, es gibt gute Gründe für ein Auto.

Ob Zeit Geld ist, bestimmst Du selber. Zeit kann auch Freiheit und Unabhängigkeit bedeuten. Wenn Du das Geld nur verdienen musst, damit Du andere dafür bezahlen kannst, damit sie Tätigkeiten übernehmen, die Du selber erledigen könntest, dann machst Du Dich abhängig.

Aber natürlich gibt es irgendwo eine Grenze, man kann nicht alles selber machen.
Stephan @ 02.03.2007 09:38 CET
Interessant ist der Disput, wo man die Grenze zieht bzw. wie man sie finden kann. Dieses Dilemma müsste mir mal jemand auflösen.
Reto Stauss @ 02.03.2007 09:56 CET
Die Grenzen finden? Das geht nur, indem Du selber Erfahrungen sammelst und siehst, was geht.
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