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Amerikanische vs. europäische Ökologie

Immer wieder fallen mir Unterschiede auf zwischen amerikanischer und europäischer Ökologiebewegung. Dies ist selbstverständlich ein subjektiver Eindruck, mehrheitlich geprägt durch Initiativen, Organisationen sowie Blogs. Wie unterscheidet sich "grün" auf den beiden Kontinenten?
Mit Europa assoziere ich
  • back-to-the-roots, vereinfachen, Verzicht
  • Gut gegen Böse
  • cholerisch, verbissen
  • freudlos, ohne Spass
  • schlechtes Gewissen
  • alternatives Leben
  • "Körnlipicker", "sälber glismet" (selber gestrickt)
  • alarmistisch, negativ
Mit (Nord)Amerika verbinde ich
  • technologiefreundlich, fortschrittsgläubig
  • enthusiastisch, just-do-it-Mentalität
  • naiv, blind
  • unterentwickelt
  • sexy
Wenn sich beide Welten verbinden würden, ergäbe sich ein interessante Mischung.

In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Einerseits bin ich überzeugt, dass wir einen Schritt zurück machen müssen, vor allem was der Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen betrifft, aber mir gefällt auch die Idee, dass wir mit neuen Technologien unseren Lebensstandard halten können. Keine Ahnung, ob das zusammenpasst ...
Kommentare (4)  Permalink

Kommentare

Stephan @ 23.11.2006 10:48 CEST
Technologie kann schon helfen, wenn es darum geht bequem zu sein und trotzdem Ressourcen zu sparen.

Ein Beispiel: Wenn ich bequem den Fahrplan meines ÖPNV raussuchen kann und ich dort optimale Verbindungen angezeigt bekomme, dann nutze ich ihn vielleicht eher und lasse das Auto stehen.

Ansonsten, willkommen in meinem Feedreader!
McFloyd @ 23.11.2006 10:58 CEST
Gutes Beispiel. Die Frage ist, wie sich denn der Betrieb eines elektronischen Fahrplanes auf die Ökobilanz des ÖV auswirkt ... aber eben Mehrwert ist ja auch da.
Kleiner Prinz @ 03.02.2009 19:02 CEST
Hallo,
ich sehe, die Diskussion ist hier seit einiger Zeit beendet, mein Thema streift das Hiesige auch nur, aber vielleicht liest hier jemand meinen „Hilferuf“.
Wir werden dieses Jahr viele Monate in New York verbringen, in Manhattan wohnen. An sich eine prima Angelegenheit, mach mir aber einige Sorgen, wo ich Biolebensmittel und den Bedarf des täglichen Lebens in Bioqualität dort kaufen kann. Hier kaufe ich (fast) ausschließlich Bio, könnte mir nur schwer vorstellen, die ganze Zeit nur irgendwelches, höchstwahrscheinlich auch noch gentechnisch verändertes Zeug kaufen zu müssen.
Mein Mann hat vor 5 Monaten ein, in einem Supermarkt gekauftes Apfel mitgebracht und hier liegengelassen (ich wollte ihn nicht essen). Glaubt ihr, oder nicht, der Apfel ist immer noch genauso schön, wie am ersten Tag! Er hat sich dort bei Kollegen erkundigt, niemand wollte etwas von Biolebensmitteln wissen! Schwer zu verstehen für mich.
Weiß jemand Rat?
Ich nehme an, in den Vereinigten Staaten gibt es auch keine halbwegs einheitliche, verlässliche Kennzeichnung von Biowaren, oder? Kann man sich dort überhaupt auf etwas Handfestes, Vorgeschriebenes in dieser Richtung verlassen?
Danke, ciao, Judit
Reto Stauss @ 03.02.2009 21:59 CEST
@Judit: ich an Deiner Stelle würde versuchen mit dem No-Impact-Man Colin Beavan, der in New York lebt, Kontakt aufzunehmen. Ich denke, er weiss darüber Bescheid, wie man in der Metropole mit kleinem Fussabdruck, d.h. auch mit Biolebensmitteln, durchkommt.
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