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Ferneinkaufen

Gestern habe ich zum ersten Mal online bei einem der grossen Detailhändler in der Schweiz eingekauft. Schon länger bestelle ich Bücher, Elektronik oder andere Alltagsgegenstände per Internet. Allerdings nicht ausschliesslich, denn Einkaufen ist ja ein Erlebnis und an Erlebnissen ist unser Alltag ja arm. Und - wer will es sich tatsächlich entgehen lassen, sich Ende Oktober an einem Samstagmorgen im Shoppingcenter zusammen mit 90 % der Bevölkerung die erste Weihnachtsdekoration anzuschauen? Eben.
Online-Einkauf ist nicht eindeutig, aber tendenziell eher als nachhaltig zu bezeichnen. In der persönlichen Bilanz auf der positiven Seite (kein Verkehrsmittel muss bemüht werden, man riskiert keine Ellbögen in den Rippen, die Ware wird bis an die Haustüre gebracht, ...) führt eine gesamtheitliche Betrachtung zu keinem klaren Resultat (man kauft weniger in der Region ein, "optimierte" Auslieferung durch Logostikpartner, ...), wenn man nicht für jeden Einkauf ins Auto steigt.

Fazit: für (Gross-)Einkäufe, für welche man irgendwohin fahren muss, ist Onlineshopping durchaus eine nachhaltigere Variante - kombiniert mit einer CO2-Kompensation sowieso. Frischprodukte und täglicher Kleinkram holt man dann aber doch lieber im Dorfladen - zu Fuss.
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Kommentare (8)  Permalink

Kommentare

Stephan @ 29.11.2006 11:53 CET
Ganz recht, es gibt kein einheitliches Bild.

Beim Online-Versender ist der Verpackungsaufwand höher. Dafür transportiert das Postauto gleich viel mehr, als man selber in seinem Auto.

Was mich aber interessiert: Welche Alltagsgegenstände / Verbrauchsgegenstände kaufst du per Internet?
Reto Stauss @ 29.11.2006 13:32 CET
Hmm, mal sehen, ob ich das komplett zusammenkriege:

- Elektronik bei Conrad
- Computer und Zubehör bei diversen in der Schweiz angesiedelten Händlern (z.B. bei Brack, wo ich auch mal vorbeigehen kann)
- Haushaltsgegenstände bei Manufactum (mehr Wunsch als Realität ...)
- Drogerieartikel bei drogi (auch wenn der Shop Steinzeit ist)
- Bücher bei Jokers oder Amazon
- Kontaktlinsen bei Mr. Lens

Sonst brauch ich nix :-).
Stephan @ 29.11.2006 15:01 CET
Ich hatte Alltagsgegenstände etwas anders verstanden. Bücher zähle ich nicht hinzu, Kontaktlinsen schon.

Elektronik ist für mich kein alltäglicher Konsumartikel.

Dabei fällt mir auf, dass jeder unter einen Alltagsgegenstand etwas anderes verstehen wird. Je nach dem, in welcher Umgebung er wie liebt. Ausserdem ist die Bereitschaft etwas online zu bestellen, wahrscheinlich grösser wenn man ländlich lebt.
Reto Stauss @ 29.11.2006 15:18 CET
Hey, Mann, ich brauch ein Buch pro Tag! Was verstehst Du denn unter Alltagsgegenständen?

Ausser Lebensmitteln gibt es ja kaum was, das man täglich braucht. Alles andere habe halt einfach mal aufgezählt.
Stephan @ 01.12.2006 14:19 CET
Wenn du jeden Tag ein Buch brauchst, ist das natürlich ein Alltagsgegenstand.

Meine Bücher sind da dicker. Da lese ich länger dran. *g*

Alltagsgegenstände sind für mich die ganz normalen Verbrauchsgegenstände. Seife, Zahnpaste, Milch, Mehl...

Bücher verbrauche ich nicht wirklich. ;-) Aber das sieht ja jeder zum Glück anders.
Reto Stauss @ 01.12.2006 14:33 CET
Wir haben - glaube ich - ein kleines Kommunikationsproblem. Die von Dir erwähnten Dinge kriegt man alle beim Detailhändler ...
Stephan @ 01.12.2006 18:53 CET
Ich hab den Begriff der Alltagsgegenstände wohl für mich doch zu eng gefasst.

Ich glaube am schlimmsten ist die Tatsache, dass man weniger aus der Region bezieht.
Krusenstern @ 02.12.2006 18:06 CET
Rein ökologisch gesehen dürfte es schwierig sein, den persönlichen Einkauf und den Online-Einkauf beim Detailhändler miteinander zu vergleichen.

Beim Bücherkauf allerdings ist die Bilanz aus meiner Sicht klar: Amazon & Co. kommen mir nicht ins Haus, solange ich beim persönlichen Einkauf erstens das unvergleichliche Feeling des Bücherblätterns haben und zweitens das Ueberleben des kleinen Buchhändlers um die Ecke sichern kann.

Jürg
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